Aufzucht und Vermarktung von Kälbern und Jungrindern aus der Bio-Milchviehhaltung

Bio-Kälber in der Gruppe auf einem Bio-Milchviehbetrieb

Um Milch zu erzeugen müssen Kühe jährlich ein Kalb bekommen. Kälber, die nicht zur eigenen Nachzucht benötigt werden, können insbesondere im Falle von Bullenkälbern in der Regel nicht zu auskömmlichen Preisen vermarktet werden. Meist werden Sie an große, intensive Mastbetriebe in Norddeutschland oder dem Ausland verkauft und dort gemästet. Kälber die auf Bio-Milchviehbetrieben geboren werden, werden meist ebenfalls über den konventionellen Markt verkauft, da es keine bzw. kaum regionalen Alternativen gibt. Diese Situation ist unbefriedigend und sorgt bei vielen Bio-Betrieben für Frust. Der Wunsch, nicht nur die Milch, sondern auch die anfallenden Kälber regional zu vermarkten, ist deshalb im Biobereich sehr groß. Aus dieser Not heraus haben sich bereits zwei Initiativen von Landwirten/innen im Landkreis Ravensburg gefunden, die versuchen Bio-Kälber selbst aufzuziehen und zu vermarkten (Demeter Heumilchbauern Süd, Tischgenossen). Beide Initiativen fordern die mutter-/ammengebundene Kälberaufzucht in ihren Kriterien. Diese Art der Kälberaufzucht ist bisher noch nicht weit verbreitet. Zur möglichst großflächigen Vermarktung von Kälbern aus der Bio-Milchviehhaltung unterstützt die Bio-Musterregion Ravensburg regionale Initiativen und versucht eigene Projekte zu initiieren. Eine enge Zusammenarbeit mit handwerklichen, regionalen Schlacht- und Metzgerbetrieben wird dabei angestrebt.



Nachrichten zum Projekt

  • 28.05.2020: Bewilligung des Forschungsprojektes "WertKalb"

    Das Forschungsprojekt "WertKalb", das unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Mizeck Chagunda der Universität Hohenheim steht, wurde vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst bewilligt. Die Bio-Musterregion Ravensburg ist Projektpartner.

 

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