Alternative Tierhaltung

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Weiderind im Taubertal

Die Haltung von Rindern ist durch die Klimaproblematik immer wieder Teil von Diskussionen. Jedoch birgt vor allem die Haltung auf der Weide Vorteile: zum einen sind Weiden nicht nur Lebensraum vieler gefährdeter Arten, sie tragen ebenfalls auch zum Erhalt von Kulturlandschaft bei. Zum anderen werden für den Ackerbau ungeeignete Grünflächen genutzt. Rinder fressen als Wiederkäuer Gras und andere Pflanzen, die der Mensch nicht verdauen kann.  Im Gegenzug entstehen Fleisch und Milch. Tiere, die auf der Weide gehalten werden, sind darüber hinaus vitaler und robuster und benötigen weniger tierärztliche Behandlungen, was sich auch in der Qualität des Fleisches niederschlägt.

Um diese Qualität auch bis zur Ladentheke zu erhalten, ist eine stressfreie Schlachtung von großer Bedeutung. Dafür ist seit 09. September 2021 eine Verordnung der europäischen Union in Kraft getreten, die die Betäubung und Tötung auf der Weide ermöglicht. Die Bio-Musterregion unterstützte interessierte Landwirte bei der Anschaffung einer für diesen Zweck notwendigen mobilen Einheit. Die Vermarktung des Fleisches soll über regionale Metzgereinen erfolgen.

Haben Sie Fragen oder sind interessiert an der Nutzung der mobilen Einheit oder Weiterverarbeitung als Metzger/-in können Sie sich melden unter:  stefan.fiedler@main-tauber-kreis.de

Nachrichten zum Projekt

    Alternative Wege der Rinderhaltung aufgezeigt 

    Beim Besuch einer Arbeitsgruppe der Bio-Musterregion Main-Tauber-Kreis auf dem Betrieb der Familie Nuß im Bad Mergentheimer Stadtteil Stuppach setzten sich die Mitglieder kürzlich intensiv mit den Themen Weidetierhaltung und Weideschlachtung auseinander und tauschten ihre Erfahrungen aus.

    Moderne Bio-Erzeugung nützt Umwelt und Verbrauchern

    Ostern ist das Fest, an dem bunt gefärbte Eier bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern selbstverständlich dazugehören. Im Main-Tauber-Kreis halten 25 Eiererzeuger insgesamt 37.200 Legehennen. Dabei sind alle Betriebe mit mehr als 40 Hennen – in konventioneller und in Biohaltung – zusammengezählt. Damit erzeugen die Landwirte im Main-Tauber-Kreis gerade mal ein Drittel dessen, was etwa in Niedersachsen oder in Sachsen ein einzelner spezialisierter Legehennenbetrieb, der über 100 000 Tiere hält, auf den Markt bringt. Doch trotz solch großer Produzenten lag der Selbstversorgungsgrad bei Eiern in Deutschland im letzten Jahr nur bei ungefähr 73 Prozent. Dementsprechend musste Deutschland etwas mehr als ein Viertel der hier verzehrten Eier einführen. Eierexportländer sind Holland und Polen.