"Bio gemeinsam genießen": Erfolgreicher Abschluss des Projekts

Nach zwei Jahren wurde das Projekt "Bio gemeinsam genießen" vom Land Baden-Württemberg abgeschlossen. Auch die teilnehmenden Küchen aus der Bio-Musterregion Rems-Murr-Ostalb konnten ein erfolgreiches Fazit ziehen.

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Mit dem überregionalen Projekt ‚Bio gemeinsam genießen – Regionales Bio in Kantine, Mensa & Co‘ konnten die Bio-Musterregionen in Baden-Württemberg weitere vielversprechende Erfolge erzielen. Ziel des Projekts war es, die Versorgung mit regionalen, gesunden und wohlschmeckenden Lebensmitteln auch bei der "Außer-Haus-Versorgung" zu verbessern und zugleich die Nachfrage nach regionalen Bio-Lebensmitteln zu erhöhen. Dies unterstützt nicht nur die regionale Landwirtschaft und Umwelt, es fördert auch das Bewusstsein der Verbraucher für die Herkunft der Lebensmittel und die nachhaltige Entwicklung in der Region. In der Bio-Musterregion wurden dafür verschiedene Einrichtungen, Betriebe und Caterer vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz gefördert. Die erste Projektrunde wurde von Januar 2021 bis Dezember 2023 durchgeführt, nun fand von April 2024 bis Februar 2026 die zweite Projektrunde statt. In der Bio-Musterregion Rems-Murr-Ostalb nahmen die Firma Kärcher und die Seniorenresidenz KWA Albstift Aalen teil.

Vorstellung der neuesten Projektergebnisse: Regionales Bio in Kantine, Mensa & Co.

Während dem Projekt konnten die beteiligten Expertinnen und Experten wichtige Inhalte, Informationen und neue Impulse vermitteln. Zusätzlich setzten sich die Beteiligten über den gesamten Zeitraum hinweg für mehr regionales Bio und Nachhaltigkeit in den Kantinen ein, indem sie die Speisepläne überarbeiteten und ihre Lebensmittelabfälle reduzierten. So konnte letztendlich in den Küchen der Anteil von Bio-Lebensmitteln im Speiseplan von sieben Prozent auf rund 30 Prozent gesteigert werden. Der durchschnittliche Anteil der regionalen Bio-Lebensmitteln am monetären Gesamtwarenwert stieg von 4 % auf 17 %, der Anteil der regionale Lebensmittel von 21 % auf 43 %.

Auch der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, zeigte sich überzeugt von dem Projekt: „Durch solche Aktionen soll es verstärkt gelingen, den Anteil regionaler Bio-Lebensmittel markt- und nachfrageorientiert zu erhöhen. Dabei sehen wir im Bereich der Außer-Haus-Verpflegung einen entscheidenden Hebel“, erklärte der Minister am 24. Februar 2026 anlässlich der Abschlussveranstaltung des Projekts in Stuttgart.

Während dem Projektzeitraum wurde jedoch nicht nur die Produktbeschaffung und die Herkunft in den Blick genommen. Die Einrichtungen wurden auch in Hinblick auf Kommunikation, ausgewogene Speiseplanung und die Minimierung der Lebensmittelverschwendung beraten, sodass sie ihr Speiseangebot optimieren und umgestalten konnten. Durch die Sensibilisierung für den Umgang mit den Lebensmitteln konnten mit der Zeit die jährlichen Lebensmittelabfälle um ganze 16 % reduziert werden. Dies entspricht etwa 36 Tonnen an Lebensmitteln und einem umgerechneten Warenwert von etwa 150.000 € pro Jahr. Durch die optimierten Arbeitsabläufe können somit zukünftig nicht nur enorme Kosten, sondern auch Ressourcen eingespart werden. Anerkennung für diesen Erfolg gibt es dafür auch von Minister Hauk: „Die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer haben sich für eine nachhaltige und ausgewogene Verpflegung in ihrer Einrichtung beziehungsweise ihrem Betrieb stark gemacht. Sie haben sehr gute Ergebnisse erreicht und erfahren dafür Anerkennung. Das soll weiter motivieren“.

Mehr Regionalität auf den Teller: 16 Einrichtungen erfolgreich zertifiziert

„Eine ausgewogene und gesunde Ernährung darf auch im oftmals hektischen Alltag zwischen Familie, Kind, Schule oder Beruf nicht zu kurz kommen. Mit dem Projekt ‚Bio gemeinsam genießen‘ setzen wir ein Zeichen, dass regionale Bio-Produkte verstärkt in der Gemeinschaftsverpflegung Einzug halten sollen.", sagt Minister Hauk. "Über zwei Jahre hinweg wurden insgesamt 16 Einrichtungen-, Betriebe und Caterer auf dem Weg zu einem nachhaltigen und genussvollen Speiseangebot erfolgreich begleitet. In Kooperation und ständiger Zusammenarbeit mit den Bio-Musterregionen konnten die Teilnehmer zertifiziert werden. Durchschnittlich konnte der Bio-Anteil der eingesetzten Lebensmittel vervierfacht und der regionale Anteil verdoppelt werden. Das stärkt unser heimisches Lebensmittelhandwerk und die regionalen Erzeuger. Mit solchen Ansätzen gelingt es regionale Wertschätzung und regionale Wertschöpfung miteinander zu verbinden und dadurch ein nachhaltiges Zusammenwirken zu erzielen“, betonte der Minister abschließend.

Alle der 16 teilnehmenden Einrichtungen konnten nach Projektabschluss erfolgreich zertifiziert werden.
Auch Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, zeigt sich von dem Projekt überzeugt.