Die Bio-Musterregion beteiligte sich beim GreenPulse Festival Anfang Juli auf Schloss Achberg mit interessanten Programminhalten, die die landwirtschaftliche Praxis einbanden und den direkten Kontakt zu den Besuchenden des Festivals ermöglichten. Mit Vorträgen, Bühnengesprächen, einem Infostand und der Wurfwand „Treffsicher für den Bodenschutz“ setzte die Bio-Musterregion Impulse für mehr Biodiversität und Bodenschutz.
Die Beteiligung der Bio-Musterregion umfasste drei inhaltlich abgestimmte Beiträge im Rittersaal des Schlosses sowie einen Infostand und eine interaktive Wurfwand zum Bodenschutz an beiden Veranstaltungstagen.
Der Vortrag „Gesundheit beginnt im Boden“ gehalten von Stefan Schwarzer, Autor und Experte für aufbauende/regenerative Landwirtschaft, machte deutlich wie gesunde Böden die Grundlage unserer Gesundheit sind. Es zeigte auf, dass in einem Esslöffel Boden mehr Mikroorganismen leben als Menschen auf der Erde. Und dass die Vielfalt dieser Mikroorganismen ganz entscheidend auch die Vielfalt unseres Darmmikrobioms und damit unsere Gesundheit beeinflussen. Außerdem erklärte er, wie verschiedene landwirtschaftliche Praktiken, die Vielfalt des Bodenlebens unterstützen oder eben auch schädigen können.
Im anschließenden Bühnengespräch „Bodenständig – im wahrsten Sinn: Wer unser Essen wirklich würzt“ vertieften Stefan Schwarzer, Norbert Steidle, Bio-Landwirt aus dem Deggenhausertal und David Steyer, Gärtnermeister der Solidarischen Landwirtschaft Ravensburg, dieses Thema rund um die Bodengesundheit und Zusammenhänge zu unseren Lebensmitteln.
Am zweiten Festivaltag stand das Bühnengespräch „Iss Vielfalt – Wie dein Teller Arten rettet“ auf dem Programm. Hier kamen Bauer Heini vom Hochstetterhof in Biberach, Florian Reyer von der Hofgemeinschaft Heggelbach, Alfons Notz von den Tischgenossen und Nikolaus Glocker vom Bio-Obsthof Glocker und Gewinner des diesjährigen Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau, miteinander ins Gespräch. Das Gespräch setzte den Fokus auf die Rolle vielfältiger Anbausysteme unter verschiedensten Voraussetzungen bei den unterschiedlichen Betrieben zur Förderung und dem Erhalt der Artenvielfalt. Moderiert wurden beide Bühnengespräche von Martin Weiß, Biolandberater in der Region.
Am Infostand informierte die Bio-Musterregion an beiden Tagen zu den laufenden Projekten und beantwortete Fragen rund um den ökologischen Anbau von Lebensmitteln. Die Wurfwand „Treffsicher für den Bodenschutz“ fungierte als spielerisches Angebot, um Besucherinnen und Besucher für das Thema Boden, Bodenfruchtbarkeit und Bodenschutz zu sensibilisieren und eine Verbindung zum ökologischen Landbau herzustellen. Die Wurfwand wurde von finep zur Verfügung gestellt. Sie wird gefördert durch das Programm für Entwicklungspolitische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit (DEAR) der Europäischen Union und durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des BMZ.
Das GreenPulse Festival verband Naturerlebnisse, Wissenschaft, Bildung und Kultur zu einem vielfältigen Wochenende, das nicht zuletzt aufgrund des perfekten Wetters in wunderbarer Atmosphäre stattfand. Insgesamt waren an den beiden Tagen rund 800 Menschen auf dem Gelände, die sich an einem umfangreichen Programmangebot erfreuten und lediglich die Schwierigkeit hatten, aus der Vielzahl an unterschiedlichen Möglichkeiten eine persönliche Auswahl zu treffen.