Am Sonntag, 10. Mai, entstand beim Haupteingang des Mundenhofs ein kleines Paradies für Hobbygärtner- und gärtnerinnen.
Zehn gärtnerische Betriebe aus der Region kamen dort zusammen und boten eine große Vielfalt an Gemüse-Jungpflanzen,
Kräutern, Stauden und Saatgut an. Mit dabei waren Echinos, Stefan Huthmann, Michels Kleinsthof, Klostergarten des UWC Robert Bosch
College, Kornzept, Treibgut, Kräutergarten Urban, Querbeet, Jürgen & Niklaus Wehrle und Gärtnerei Witt. Die angebotenen
Pflanzen wurden nachhaltig und ökologisch produziert, der Schwerpunkt lag auf samenfesten Sorten.
Schon vor der offiziellen Eröffnung um 10 Uhr war der Andrang groß und die Menschen kamen gut präpariert mit Kisten unter
dem Arm auf den Markt, um noch die volle Auswahl zu haben. Dabei mag auch eine Rolle gespielt haben, dass für den Nachmittag Regen
angekündigt war. Dieser verzögerte sich aber glücklicherweise und es blieb trocken bis zum Ende des Marktes um 16
Uhr.
Auf dem Markt dabei waren außerdem die GartenCoop, die Regionalwert Frischekiste und das Holistic Compost Lab. Die GartenCoop möchte einen eigenen Hof für ökologische Landwirtschaft aufbauen und damit Ackerland langfristig der Spekulation entziehen; dafür werden noch Spenden oder Direktkredite benötigt. Die Regionalwert Frischekiste, Partnerbetrieb im Regionalwert-Netzwerk, liefert Bio-Obst und Bio-Gemüse möglichst unverpackt und umweltfreundlich in die Freiburger Region. Und das Holistic Compost Lab, ein Forschungs- und Kompetenzzentrum für die Anwendung mikrobieller Kompost-Extrakte und Kompost-Tees, bietet mikrobiell hochwertigen Kompost an.
Für leckeres und nachhaltiges Essen sorgten die Agronauten, die indisches Dal (also ein Hülsenfrüchtegericht) mit Linsen von der Schwäbischen Alb zubereitet hatten. Zum Nachtisch gab es außerdem Möhren-Muffins. Kleine und auch größere Kinder konnten Blumentöpfe bemalen und mit nach hause nehmen oder am Glücksrad drehen und an einem Quiz teilnehmen, mit Fragen rund um die Bio-Musterregion, Gemüse und das Gärtnern. Beide Angebote waren sehr beliebt und wurden fast durchgehend in Anspruch genommen. Die Musik eines Akkordeonspielers rundete den Setzlingsmarkt ab und trug zu einer fröhlichen Stimmung bei.
Der Setzlingsmarkt am Mundenhof fand bereits in den Jahren 2013 bis 2020 regelmäßig statt und wurde seinerzeit organisiert von
der gemeinnützigen Organisation ProSpecieRara. Seit ProSpecieRara sich aus Deutschland zurückgezogen hat, war hier eine
Lücke entstanden und der Markt wurde sowohl von Gärtnerinnen als auch von Kunden vermisst. Um diese Lücke zu füllen und
die regionale, nachhaltige Produktion von Pflanzen und Saatgut zu unterstützen, hat sich die Bio-Musterregion entschlossen den Markt
wieder ins Leben zu rufen.
Auch nach fünfjährige Pause war der Setzlingsmarkt sofort wieder beliebt und gut besucht; voraussichtlich wird die
Bio-Musterregion also auch in 2027 einen Setzlingsmarkt am Mundenhof veranstalten.