Betriebsbesichtigung im Olivenhain begeistert Gäste

Anfang Juni erhielten rund 50 Besuchende bei einer Besichtigung in Ihringen am Kaiserstuhl Einblicke in ein außergewöhnliches, rein ökologisch und in Handarbeit betriebenes Olivenhain-Projekt. 

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Rund 50 interessierte Besucherinnen und Besucher nahmen Anfang Juni an Betriebsbesichtigungen eines außergewöhnlichen Olivenhain-Projekts in teil. Dabei erhielten sie spannende Einblicke in den Anbau von Oliven und Reben am wärmsten Ort Deutschlands, Ihringen am Kaiserstuhl. Die beiden Betriebsbesichtigungen waren Teil der Reihe "Vom Wissen zur Wertschätzung", die jährlich von den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen, sowie der Bio-Musterregion organisiert werden. 


Die etwa 80 Olivenbäume der Sorten Picual und Arbequina wurden aus Andalusien importiert. Die beiden Sorten wurden bewusst gewählt, da sie sich gegenseitig bei der Bestäubung unterstützen. Dank des sich wandelnden Klimas und des günstigen Mikroklimas gedeihen die mediterranen Gewächse inzwischen auch hierzulande gut und kommen ohne Abdeckung problemlos durch die Winter. Die Herausforderung sind jedoch die extremen Temperaturschwankungen, die gerade in diesem Frühjahr durch die Eisheiligen und Schafskälte zu verzeichnen waren. 
Der Anbau erfolgt vollständig ökologisch, ohne den Einsatz von Pestiziden oder Herbiziden. Sämtliche Arbeiten – von der Pflege bis zur Ernte – werden in reiner Handarbeit und komplett in Eigenregie durchgeführt. Gerade die Bewässerung ist ein wichtiger Bestandteil der Olivenbaumpflege und wird durch Drainagen unterstützt. Der älteste Baum des Hains ist rund 300 Jahre alt. 


Seit 2023 konnten erstmals nennenswerte Mengen geerntet werden. Aus rund 300 Kilogramm Oliven wurde natives Olivenöl extrahiert. Im Jahr 2025/26 reichte der Ertrag für etwa zehn Liter Öl. Wirtschaftlich sei das Projekt bislang jedoch eher ein Liebhaber- und Zukunftsprojekt. Rückblickend würde der Betreiber den aufwendigen Aufbau nicht noch einmal in Angriff nehmen. 


Den Abschluss der Besichtigung bildete eine Verkostung der selbst erzeugten goldgelben Flüssigkeit. Die Teilnehmenden zeigten sich begeistert von den Einblicken in dieses besondere Projekt und dem Geschmack des regional erzeugten Öls.