Die Schnittstelle macht’s: Besuch bei der Gemüseverarbeitung des Frische Service in Friesenheim

Bei den beiden Veranstaltungen der Bio-Musterregionen Mittelbaden+ und Freiburg am 7. und 8. Juli besuchten Küchenverantwortliche von Baden-Baden bis Freiburg den Frische Service in Friesenheim. Sie nutzten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Gemüsevorverarbeitung zu werfen und mit dem Frische Service ins Gespräch zu kommen.

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Gruppenfoto 7.7.2026 bei der Betriebsbesichtigung des Frische Service Frisenheim

Ein Blick in die tägliche Arbeit

Im Mittelpunkt der beiden Tage stand eine Betriebsführung durch die Produktion. Geschäftsführer Herr Zimmermann und der Einkäufer Herr Sulz zeigten anschaulich, welche Arbeitsschritte das Gemüse vom Wareneingang bis zur Auslieferung durchläuft. Dabei wurde deutlich, dass moderne Maschinen zwar die Abläufe erleichtern, gleichzeitig aber nach wie vor viel sorgfältige Handarbeit erforderlich ist.

Bio-Angebot und Nachfrage gemeinsam weiterentwickeln

Die Zusammenarbeit zwischen der Vorverarbeitung und der Küchen wünscht sich Georg Zimmermann fair und auf Augenhöhe. Dafür werden mit jedem Abnehmer individuelle Absprachen getroffen, um bei Bedarf täglich eine frische Lieferung in der Frühe zu garantieren.

Ein wichtiges Thema der Gespräche war der derzeit noch geringe Anteil an Bio-Produkten in der Verarbeitung des Frische Service. Schnell wurde klar, dass dies nicht an mangelndem Angebot bio-regionaler Produkte liegt. Umso erfreulicher war das Signal des Frische Service. Herr Zimmermann stellte den teilnehmenden Küchen ein attraktives Angebot vor, das den Einstieg bzw. die Ausweitung des Bio-Anteils erleichtern kann.

Jetzt sind die nächsten Schritte gefragt

Dabei wurde auch festgestellt, dass in der Gerüchteküche rund um Bio und die Bio-Zertifizierung viel zu heiß gekocht wird: So besagt die Bio-Zertifizierung für die Außer-Haus-Verpflegung z.B. nur, dass Bio-Produkte eingesetzt werden, unabhängig von deren Mengen.

Wie unkompliziert die Zertifizierung zu erlangen ist, bestätigte auch Alex Staude von Magna Catering: „Nach langem Zögern ging die Bio-Zertifizierung im Endeffekt ganz schnell. Auch die Zusammenarbeit mit der Kontrollstelle war sehr gut.“

Um leichter den Bio-Anteil in Küchen zu erhöhen, gibt es die RIBE-AHV, mit der Küchen eine individuell auf ihre Situation angepasste Unterstützung mit bis zu 90%iger Förderung erhalten. Oft unterstützen die Berater*innen schon bei der Antragstellung.
www.bundesprogramm.de/foerderung/foerderung-der-beratung-von-ahv-unternehmen

Die erstmalige Bio-Zertifizierung für Küchen wird ebenfalls gefördert – mit bis zu 100% der Kosten:
www.bundesprogramm.de/foerderung/foerderung-der-ausgaben-zur-bio-zertifizierung-von-unternehmen-der-ausser-haus-verpflegung

Nun gilt es, die gewonnenen Impulse in die Praxis zu übertragen. Jede zusätzliche Bestellung regionaler Bio-Produkte trägt dazu bei, deren Angebot weiter auszubauen. Die Bio-Vorverarbeitung in der Region ist nur der erste wichtige Schritt dafür. „Zu teuer“ ist ab jetzt keine Ausrede mehr!