Öko-Streuobst - Analyse & Konzeptentwicklung einer Gruppenzertifizierung

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Streuobst – ein wertvoller Schatz unserer Kulturlandschaft
Streuobstwiesen prägen seit Jahrhunderten die Landschaft und Kultur in Baden-Württemberg. Besonders in der Region Hohenlohe spielen sie eine zentrale Rolle – als Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, als Teil unserer regionalen Identität und nicht zuletzt als Quelle für hochwertiges, ökologisch erzeugtes Obst. Doch für viele StreuobstbewirtschafterInnen & kleinere Betriebe stellen geringe Auszahlungspreise und gestiegene Bio-Kontrollkosten eine große Herausforderung dar. Hier setzt unser Projekt an.

Projekt zur Konzeptentwicklung einer Gruppenzertifizierung
Um die Bewirtschaftung von Streuobstflächen langfristig wirtschaftlich tragfähig zu gestalten, hat die Bio-Musterregion das Potenzial einer Bio-Gruppenzertifizierung für Streuobstflächen untersuchen lassen. Im Rahmen des Projekts wurde eine Kosten-Nutzen-Betrachtung durchgeführt, um die wirtschaftlichen und organisatorischen Vorteile dieser Zertifizierungsform im Vergleich zu bisherigen Kontrollsystemen zu bewerten.
Mit der Analyse wurde das Bio-Kontroll Institut (BKI) mit Sitz in Kirchberg an der Jagst beauftragt. Untersucht wurde, ob und inwieweit eine Gruppenzertifizierung für Streuobstvermarktungsinitiativen wirtschaftlich rentabler und organisatorisch effizienter umgesetzt werden kann. Darüber hinaus wurden fördertechnische Fragestellungen einbezogen.
Der Projektbericht liefert damit eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die weitere Entwicklung effizienter und kostengünstiger Zertifizierungsmodelle im Streuobstbereich. Ein besonderer Fokus lag dabei auf kleineren Betrieben mit einer Betriebsfläche von bis zu 15 Hektar, für die eine niedrigschwellige und praxistaugliche Zertifizierungsperspektive geschaffen werden soll.

Der vollständige Projektbericht steht hier zum Download bereit: Projektbericht zur Gruppenzertifizierung herunterladen

Wenn Sie Interesse am Projekt haben, eine Streuobstgemeinschaft vertreten oder selbst Streuobstflächen bewirtschaften, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme mit der Bio-Musterregion Hohenlohe.

Antonia Kotschi
Bildquelle: Antonia Kotschi