Bio-Weiderind vom Bodensee

Bruderkälber auf der Weide

Damit Milch kontinuierlich produziert wird, bekommen Milchkühe jedes Jahr ein Kalb. Allerdings werden nur wenige Kälber für die Erneuerung der Herde benötigt. Die sogennanten Bruderkälber werden als wertlos betrachtet und verlassen oft bereits nach ein paar Wochen den Geburtsbetrieb. Um diesen Kälbern tiergerechtere Aufzuchtsbedingungen und würdevolleres Schicksal zu geben, werden in den Regionen neue Wertschöpfungsketten aufgebaut. Von der Produktion bis zur Vermarktung über die Verarbeitung werden alle Akteure gefordert, den Bio-Kälbern einen neuen Wert zu schaffen.

In anderen Regionen haben sich bereits erfolgreiche Initiativen gegründet, um diese Kälber auf den Bio-Betrieben aufzuziehen und um das Kalbfleisch fair und regional zu vermarkten (Demeter Heumilchbauern Süd, www.bruderkalb.bio).

In der Bio-Musterregion Bodensee werden diese Kälber seit neuestem auf der Weide und ohne Kraftfuttereinsatz zwei jahre lang "gemästet" und anschließend als hochqualitiatives Bio-Weiderindfleisch in der Region vermarktet.

Unsere Ziele dabei:

- Artgerechte Aufzucht aller Geschwisterkälber auf dem Betrieb

- Weidemast ohne Kraftfuttereinsatz (feed no food)

- regionale Schlachtung

- regionale Vermarktung des Bio-Weiderindfleisches

Wir würden uns freuen, wenn Sie bei dem Thema mitwirken möchten. Bei Interesse können Sie sich gerne bei der Bio-Musterregion Bodensee melden.



Nachrichten zum Projekt

  • 15.07.2021: Video zum nachhaltigen und regionalen Fleischkonsum

    Sechs Akteure aus der Bio-Musterregion Bodensee beschreiben ihren Beitrag zum nachhaltigen und regionalen Fleischerzeugung. Ihr Ziel: in der regionalen Wertschöpfungskette so zusammenzuarbeiten, dass dem Konsumenten regionale, biologische Fleischprodukte angeboten werden, deren Herkunft und Erzeugungsweise transparent und greifbar dargestellt werden.

  • 30.04.2021: Start eines runden Tisches zu Mast von Bio-Kälbern und Vermarktungskonzept

    Bei der Online-Veranstaltung am 15.04.21 trafen sich virtuell Bio-Milchvieh-, Ammenkuh-, und Mastbetriebe aus der Region als auch Fachberater, Vertreter von Forschungsinstituten sowie Mitstreiter der Interessensgemeinschaft „kuhgebundene Kälberaufzucht“. Neben sehr informativen und anregenden Beiträgen von Fachberatern kamen Praktiker aus der Region zu Wort. Im Nachgang der Veranstaltung wird nun ein runder Tisch von der Bio-Musterregion ins Leben gerufen mit dem Ziel, mit interessierten regionalen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette konkrete Lösungen gemeinsam zu entwickeln und umzusetzen. 

  • 01.04.2021: Online-Veranstaltung: Mast von Bio-Kälbern und Vermarktungspotenzial

    In der Bio-Musterregion Bodensee sollen nun Bio-Kälber aus der Milchviehhaltung regional gemästet und als Bio-Rind vermarktet werden. Um Bio-Milchvieh-, Ammenkuh- und Mastbetriebe aus der Region untereinander sowie mit Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen zu vernetzen, organisiert die Bio-Musterregion zusammen mit den Öko-Verbänden Demeter, Bioland und Naturland eine Online-Veranstaltung am Do. 15.04.21 von 9.15 bis 13.15 Uhr .

 

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